HSV ST. PÖLTEN
Sektion MOTORRAD
Schießstattring 8-10
3100 ST. PÖLTEN
Werner HESS
ZVR-Zahl 475519787
www.hotbike.at
ST. PÖLTEN, 27 06 2017

HOT-Bike 7/2017

Liebe Motorradfreunde!

Klubabend

Wann: 21. Juli 2017 um 1900 Uhr
Wo: Schießanlage des ÖBH in VÖLTENDORF (Anfahrtsplan)


Good bye Winter - Hello Summer!

Wir hatten ja in Süditalien schon ein klein wenig Sommer, aber jetzt ist er endlich auch bei uns - und das gleich Vollgas - Summerfeeling auf der ganzen Linie - und nicht nur ein wenig - blitzblauer Himmel, heiße Badetemperaturen und abends lange im Garten oder Schanigarten sitzen. Und natürlich die Meckerer, denen der Winter zu grau und kalt war und denen es jetzt zu heiß ist - die gehören auch dazu, aber die ignorieren wir ganz einfach.

Und wie das im Frühsommer bei uns immer so ist, hat es natürlich auch im Juni wieder schöne Motorradreisen gegeben - Manfred P. war mit seiner Truppe in Kärnten und Markus D. mit seinen Jungs und Mädels in Bosnien und wie wir von beiden gehört haben, dürften es tolle Ausfahrten gewesen sein - mehr erfahrt ihr dazu sicher in den jeweiligen Erzählungen der beiden, auf die wir schon gespannt sind.

Wir verabschieden uns jetzt einmal nach Griechenland, wünschen euch herrliche Sommertage und erholsamen Urlaub und freuen uns schon auf ein Wiedersehen beim Bogenschießen, das gleichzeitig auch als Clubabend fungiert.

Gabi und Werner

PS: Wir dürfen wieder ein neues Mitglied in unseren Reihen willkommen heißen:
Herr TÖDERER Ulrich ist am 10.6.2017 unserem Klub beigetreten.
Herzlich Willkommen


Maitour 25.5.-28.5.17
Teilnehmer: Markus und Vlasta, Reinhard und Andrea, Karlheinz und Didi, Norbert(Überraschung), Anita und Markus

Tag 1
Wir haben uns am 25.5.17 in St. Pölten bei der BP getroffen und sind zügig über die Luft, St. Anton, Gesäuse nach Admont gefahren. In Admont gab es die erste Pause bei leckeren Mehlspeisen und Kaffee. Die BMW von Norbert hat sich aber nicht mehr starten lassen. So mussten wir neben der Straße die Kiste reparieren. Es hat schließlich ein nicht ordnungsgemäß befestigtes Batteriekabel das Problem verursacht. Das war schnell repariert. Wir sind dann weiter über das Selzthal, Trieben über die Hohen Tauern gefahren. Sehr flott bei wenig Verkehr. Dann ging es über Oberwölz und Feistritz nach Murau. Dabei wurde ein kleines Hatzerl mit einer GS gemacht, der es nicht verkraftet hat, dass wir zu zweit und mit 3 Koffer überholt haben. Nach einigen Rennkilometern habe ich ihn dann wieder ziehen lassen, damit er wieder glücklich ist. Ein gewisser Reinhard ist da immer dran geblieben. Dann ging es weiter auf die Turracher Höhe. Unser Didi musste noch vor dem Ortsgebiet mich und einige herumstehende Wiener überholen, hat aber blöderweise den Bullen am Ortsbeginn übersehen. Er konnte nur mehr mit einer Gewaltbremsung sein Heil suchen. Der Bulle war aber nett, und hat einfach die Messung vom Auto genommen, da waren es nur 71 KMH und 20 Euro. Nach dem Schock wurde auf der Turracher leckeres Essen eingenommen, warm und bei Sonnenschein. Dann ging es weiter über Bad Kleinkirchheim, Döbriach nach Paternion. Das Navi hat uns blöderweise über einen abgesperrten nicht befahrbaren Bahnübergang geleitet. So mussten bei sehr steiler Straße die Bikes gewendet werden. Da waren wir nicht erfreut. Dann ging es über sehr kleine und hügelige Nebenstraßen nach Hermagor zum Panoramahotel Hauserhof. Die Lage am Berg ist wunderschön, die Aussicht ebenfalls. Nach dem schnellen Einchecken wurden auf der schönen Terrasse die ersten Biere gezwickt. Nach dem Putzen wurde fürstlich gespeist.

Tag 2
Über kleinste, buckelige Nebenstraßen(in Kärnten haben sie kein Geld für den Straßenbau), ging es über Kirchbach, Weideberg, Würmlach, Köblach auf den Plöckenpaß. Es musste eine Lulupause unbedingt eingeschoben werden. Dann runter nach Tolmezzo, nach einigen Navifehlleitungen Richtung Slowenien, Predil nach Bovec. Hier haben wir eine Kaffee- und Snackpause eingeschoben. Beim Tourguide hat sich dabei ein Teil eines Zahns verabschiedet, ein entsprechender Schmerz hat sich im Gebiss eingestellt, der nur vom Kopfweh noch übertroffen wurde. Die Helmbelüftung funktioniert so gut, dass eine Stufe weniger notwendig war. Dann haben wir das schöne Socatal bezwungen und sind über den Vrsic mit dem wilden Kopfsteinpflaster gefahren. Lästig waren nur die unzähligen Radfahrer, es gab dort offensichtlich eine gröbere Radveranstaltung, da diese Sportler auf dieser schmalen Straße immer nebeneinander fahren müssen. Mit den überholenden Autos war das manchmal sehr spannend und augäpfelerweiternd. Ein deutscher, stollenbereifter GS Fahrer hat uns bergab schwer hergebrannt, er hatte offensichtlich einen speziellen Schutzengel dabei. Über den Wurzenpass ging es wieder zurück ins Quartier. Dort das übliche Programme, Biere, Putzen, Essen, Biere ... .

Tag 3
Wir sind nochmals das kleine Winkelwerch zum Plöckenpass gefahren, und wollten eigentlich die "nix für Hosenscheissa Tour fahren". Das erste Ziel war der Monte Zoncolan, wo wir über die Südseite hinauf gefahren sind. Man fährt eigentlich neben einer Skipiste hinauf, schmal, eng aber super. Oben angekommen genossen wir eine tolle Aussicht. Die KTM von Markus hat bereits ordentlich abgesaftelt, die Höhenluft hat der Kati offensichtlich nicht so gut bekommen. Beim Blick auf die weitere Straße war uns dann klar, warum uns der Quartiergeber gesagt hat wir sollen da wirklich aufpassen. Hinunter ging es über eine sehr, sehr, steile, sehr enge, mit einspurigen Tunnels versehene Straße endlos wieder hinunter. Spektakulär und wirklich schön. Einige entgegenkommende Biker hatten offensichtlich Radaraugen, denn auf Sicht fuhren sie nicht und wir mussten ausweichen. Dann wollten wir den Cadore Lavadet befahren. Die Anfahrt ging über ein schönes Tal mit vielen Kurven, der Pass war lt. Tafel frei. Nach einiger Zeit war die Straße aber gesperrt und nicht mehr befahrbar. Wir wollten trotzdem weiter, als gerade 2 Motorradfahrer gekommen sind, die haben es auch versucht, aber sinnlos, da eine Brück gefehlt hat. So war die ganze Tourplanung beim Teufel. Wir haben dann eine neue Route eingegeben. Wir sind dann das ganze Tal wieder zurück gefahren und über Ampezzo, Forni die Sopra, dort wollte ich beim kleinen Hotel wo ich 2001 meinen Unfall hatte Pause machen. Leider war noch alles geschlossen. Die Stimmung war jetzt schon bescheiden. Wir sind dann zügig über den Mauria Pass gefahren und haben dann nach langer Suche bei enormer Hitze ein kleines Kaffee gefunden, bei dem wir uns mit Eis, Wasser und Espresso stärken konnten. Die Besitzerin hat gut deutsch gesprochen und vor lauter Freude dass wir da waren uns mit sehr hartem Knabbergebäck versorgt. Kulinarisch war das nicht der Burner. Wir haben dann nach einigen Kilometern tatsächlich noch ein Restaurant gefunden, dass nicht geschlossen und verfallen war. Es hat sich als Volltreffer erwiesen. Wunderschön und liebevoll eingerichtet, unglaublich freundlich bedient und umsorgt haben wir uns mit italienischen Leckereien verwöhnen lassen. Da haben wir richtig Glück gehabt, alle waren zufrieden, die Bäuche wieder voll, die Stimmung gut. Über Aronzo die Cadore ging es über die sextener Dolomitenstraße, die hervorragend asphaltiert war, sehr flott nach Innichen zurück nach Österreich. Wir haben natürlich auch noch das Lesachtal mitgenommen, waren aber doch etwas enttäuscht, nach einem Hatzerl mit einer Cagiva Canyon 900ie, über den oft sehr schlechten Straßenzustand - sehr schmierig. Mir ist das eher wurscht, aber einige Teilnehmer haben da sehr geklagt. Zurück im Quartier ging es mit dem üblichen Abendprogramm weiter.

Tag 4
Hier hat das tolle BMW Navi nochmals den absoluten Vogel heraus gehauen und die mühsame Routenplanung über den Haufen geworfen. Es ging dann sehr flott über die Turracher, Hohen Tauern, wir haben dort im Freien hervorragend Mittag gegessen, heimwärts. Leider mussten wir einen grauenvollen Motorradunfall kurz vor Trieben sehen. Wir waren doch alle geschockt. Über die Kaiserau ging es über das Gesäuse, Wildalpen nach Hause. In St. Aegyd sind wir alle noch auf ein Abschlusseis eingekehrt. Wir hatten ein super Wetter, gute Stimmung, viel Spaß. Das Motorradhotel Hauserhof ist nicht schlecht, aber der etwas arrogante Juniorchef, der Senior ist leiwand, war nicht so unser Fall. Die Hütte war aber voll mit Bikern. Das Essen ist sehr gut, die Zimmer schon etwas älter. Die Lage ist top.

Markus

Kartrennen und Gartenfest

Am 3. Juni fand auch heuer wieder das Kartrennen in Melk mit 19 Teilnehmer statt
Es wurde wieder in gewohnter Manier um jeden Platz gekämpft und so gab es Dreher am laufenden Band. Gewonnen hat wie immer Manfred PARZER. Den 2. Platz erkämpfte sich Patrick HESS vor Manfred KOLM. Stefan Heinrich hat sehr schöne Pokale für die 3 schnellsten Fahrer gebastelt.
Im Anschluss an die Rennveranstaltung fand das Gartenfest bei Fam. Kolm statt.
Manfred PARZER hat wieder ausgezeichnet gegrillt.
Salate und Mehlspeisen gab es von den fleißigen Frauen.
Auch im Pool wurde bei 27 Grad gebadet.
Der harte Kern blieb bis ca. 23.30 in gemütlicher Runde sitzen.
Fam. KOLM möchte sich bedanken für die Geschenke und Blumen-

Lg
Margit & Manfred

PS: Ein herzliches Dankeschön an den Planer des Kartrennens und organisieren der Sachpreise durch Manfred KOLM, für die ausgezeichnete Bewirtung durch die Fam. KOLM und für die Anfertigung der 3 ersten Preise durch Stefan HEINRICH.
Ein Dankeschön auch noch an die Damen für die Mehlspeisen und Salate.
Was wäre aber ein Fest ohne Essen. Daher dürfen wir uns auch bei Manfred PARZER für das ausgezeichnete Grillen bedanken.

Der Vorstand

Genuss mit Asphalt und Beilagen
15. - 18. Juni 2017

Es ist Donnerstag der 15. Juni 2017, das Wetter ist uns hold, der Treffpunkt verlegt zur Tankstelle bei der Autobahnabfahrt Melk. Siehe da - alle 10 Mitreisenden mit 7 Motorrädern haben ihn gefunden (Vorübung für die Rätselralley) und waren mehr als pünktlich da. Beste Stimmung, die Vorfreude groß, starteten wir pünktlich um 0830 Uhr unsere Reise gen Südwesten nach Mauthen in Kärnten. Gute 400 km mit der Aussicht auf herrliche Straßen und ein kühles Loncium Bier am Abend im Gastgarten lagen vor uns.

Herberts Vorschlag, im Brauhaus zu Murau das Mittagessen einzunehmen wurde gerne angenommen, zumal er dieses Domizil mit unserem Vorstandsvorsitzenden Werner des Öfteren beehrt. Doch dazu später.

Roland, der auch die bereitgestellten Garmin-Navigationsdaten für TomTom umgemodelt hat, übernahm die Aufgabe des Schließenden. Nicht ohne den kleinen Hintergedanken, seiner "neuen" 1000er ein wenig flotteren Auslauf zu gewähren. Vorgriff auf das Ende der Tour - ein souveräner Schließender, danke dafür.

Die Reise führte uns über St. Leonhard am Forst, Purgstall, Scheibbs und Waidhofen an der Ybbs nach Weyer und von dort weiter nach Liezen.

Ein "Guten Morgen Kaffee" kurz nach Waidhofen an der Ybbs in einem schattigen Gastgarten brachte die ersten Erkenntnisse des Tages und Erinnerungen aus vielen Jahren Motorradreisen, die immer wieder gerne erzählt und gehört werden.

Unser Drang zum Sölkpass wurde durch die eine oder andere Fronleichnamsprozession (UMLEITUNG!!! - warum machen die das immer mitten auf der Straße?????) eingebremst. Richtig unangenehm wurde jedoch die Strecke von Liezen bis Stainach, hier gab es Baustellenbedingt kilometerlangen Stau, durch den sich unsere Gruppe doch sehr bravourös durchkämpfte. Einmal ging Uli kurz verloren (Motorräder heißen deshalb so weil sie einen Motor haben, der, so man fahren möchte, auch laufen sollte), wurde aber auf Grund der tollen Teamleistung schon bei der nächsten Ampel wieder aufgefunden und eingegliedert.
Die Abzweigung zum Sölkpass war eine Erlösung, die Auffahrt wie immer eine tolle Sache. Am Pass selbst war einiges los, Biker vieler Nationen bewunderten den Ausblick. Gruppenfoto, menschliche Bedürfnisse befriedigen und dann rein in die Abfahrt mit ihren vielen Kehren und dem stellenweise durchaus buckligen Asphalt.

Murau, wir kommen. Ein paar zockelnde Autos, ein hoch motovierter Herbert, ein Reh das knapp vor Manfred noch über die Straße wollte und mit einem Absitzer unter der Leitschiene bergab verschwand und das Brauhaus war erreicht. Im Gastgarten wunderbar gegessen, getrunken und die weitere Route verinnerlicht. Danke für diese Idee.

Über Stadl an der Mur ging es durch das Thomatal (sehr empfehlenswert, landschaftlich wunderschön) nach Innerkrems und nach Gmünd in Kärnten. Dort nahmen wir dann die Autobahn bis Lendorf um ein wenig Meter zu machen.

Der B100 durch das Drautal folgend kamen wir flott nach Oberdrauburg und über den Gailberg (diese Kurven sind immer wieder fein) nach Mauthen ins Bierhotel LONCIUM.

Nach herzlicher Begrüßung durch Barbara (die Chefin, Anm. d. Red.), kurzer Abstimmung betreffend Zimmerbelegung (Herbert und Judith waren ja sehr kurzfristig mitgefahren) bezogen Roland, Bernhard und Peter eine ca. 200 m entfernte Ferienwohnung mit Paul, der, mit Auto und Bike am Anhänger, bereits angekommen war und die Anderen ihre Zimmer im Loncium.

Beim Begrüßungsbier im Schatten von Nussbäumen ließen wir die Tour revuepassieren, freuten uns auf das Abendessen und die nächsten Tage.

Es ist Freitag der 16. Juni 2017, Tag 2 unserer Tour. Dieser begann mit einem tollen Frühstücksbuffet gegen 0800 Uhr, die Abfahrt war für 0900 Uhr angesetzt. Noch ein paar kleine Einstellungen am Fahrwerk der 600er Fazer von Uli (Gabel etwas härter stellen) und ab zur Tankstelle in Mauthen. Paul war auch da, sein Beisein war jedoch nur ein sehr kurzes Gastspiel. Beim Prüfen der Luft brach ein Ventil komplett von der Felge, der unweigerlich folgende Plattfuß musste dann unter Mithilfe des ÖAMTC (und der ist in Mauthen auch nicht grad um die Ecke) durch einen Reifenprofi wieder repariert werden. Stunden und zwei neue Ventile später war das Bike von Paul wieder einsatzbereit und er machte sich auf eine eigene Runde.
Wir zogen indes los gen Hermagor und St. Stefan im Gailtal, weiter über Feistritz an der Gail, Unterthörl zur SS54 Richtung Kranjska Gora. Eine Pause mit Kaffee und Zitronenwasser kurz nach der italienisch/slowenischen Grenze und bald rollten wir voller Vorfreude auf den Triglav Nationalpark und das Tal der Soca (Isonzo) zu.

Der Vrsic Pass war diesmal eine echte Herausforderung. Eine durchaus spektakuläre Baustelle ließ das Feeling des Erzberg Rodeo aufkommen. Loser Schotter, teilweise grobes Unterbaumaterial, Autokolonnen, jede Menge Motorräder, stecken gebliebene Dreirad-Bikes und Wohnmobile - sozusagen alles was man auf dieser Passstraße nicht wirklich brauchen kann, Zeitverzug inklusive. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es die 206er über viele Kehren bergab zu einer Gostilna zur Mittagspause.

Toast, Salat, Pizza und jede Menge kühles Nass plus ein Genusseis hintendran rundeten die Rast ab.

Dem Isonzo folgend zweigten wir bei Kal - Koritnica Richtung Norden zum Mangart und Predil ab. Der Mangart, die höchste Straße Sloweniens, erbaut 1938 in nur 7 Monaten durch die italienische Armee, führt auf einer sehr anspruchsvollen, bis zu 22% steilen, einspurigen Straße mit engen Kehren und fünf Tunnels auf gut 2050 Meter hinauf (nichts für Motorradanfänger). Die Aussicht wurde leider durch ein aufziehendes Gewitter getrübt und einsetzender Regen nötigte uns die Regenkluft anzuziehen. Die Abfahrt auf der nassen Straße war eine weitere Herausforderung, die wir auf Grund der Erfahrung gut hinter uns brachten.
Mein Ansinnen die Tour abzukürzen und ins Quartier zurück zu fahren wurde durch den wiederkehrenden Sonnenschein kurz nach unserer Talankunft vereitelt. Bei meinem Halt um aus dem Regengewand zu klettern meinte Judith von ihrem GS-Hochsitz: "Willst das Zeug jetzt nass einpacken? Lass uns noch 20 km damit fahren, dann ist es außen trocken." Gesagt, getan, haben wir eben 20 km weiter geschwitzt und waren außen trocken (aber innen nass!).

Vorbei am Fort Predil (hier kämpften 1809 während der Koalitionskriege 275 Mann des österreichischen Ingenieurkorps unter Hauptmann Johann Hermann von Hermannsdorf gegen Truppen Napoleon I., hielten diese mehrere Tage erfolgreich auf und verschafften so der sich zurückziehenden österreichischen Armee Zeit für eine Neuorganisation. Keiner überlebte die Schlacht) ging es vorbei am Lago di Predil über die Sella Nevea nach Chiusaforte und von dort, unter anderem über ein abenteuerliches Nebensträßchen bei Ovedasso (inkl. einer Brücke die nicht mehr dort war wo sie sein sollte) nach Norden Richtung Nassfeld. Über Pontebba, die Nassfeld Alpe und Tröpolach steuerten wir müde und mit vielen Eindrücken unser Hotel an (tanken inklusive) und freuten uns auf ein kühles Loncium.

Abendessen, Plauderei und das eine oder andere ... beendeten diesen anstrengenden Tag.


Es ist Samstag der 17. Juni 2017, Tag 3 unserer Tour. Wie schon am Tag zwei begann es mit Fahrwerksmodifikationen, diesmal an Peters XJR 1300 (Gabel weicher stellen) um dann über den Plöcken bis Sutrio zu rollen und dort nach Westen auf den Monte Zoncolan abzubiegen. Eine sehr schöne Straße zu einem Schigebiet, herrliche Aussichten, aber durchaus herausfordernd, besonders in den steilen und engen bergab Passagen.

Von Ovar war eigentlich die SS465 weiter nach Westen geplant, da diese aber wegen Bauarbeiten gesperrt war wurde die Route etwas weiter nördlich über die SS355 in Angriff genommen. Auch diese Strecke ist landschaftlich wie von der Straße her ein Genuss. Eine Pause in Sappada ermöglichte uns bei den warmen Temperaturen aus der Kluft zu klettern.

Weiter nach Santo Stefano di Cadore, kurz der SS552 nach Norden folgend bogen wir in Campitello auf die SP6, eine kleine Höhenstraße die über Danta nach Auronzo di Cadore führt, ein. Viele Kurven und herrliche Panoramen begleiteten uns auf dieser Straße. Quer durch den "Drei Zinnen Nationalpark", in welchem wir mitten drinnen unsere Mittagspause einstreuten, ging es hinauf nach Toblach und von dort über Sillian, Lienz und Oberdrauburg zum zweiten Mal über den Gailberg nach Mauthen.
Warum nicht das Lesachtal, wird sich mach Wissender jetzt fragen, das wäre ja soooo schön. Ja, wenn nur nicht dieser kaputte Asphalt wäre, und auf eine zweite Erzberg-Rodeo Etappe hatten wir nicht wirklich Lust.

Beim Abendessen gab es drei Glückliche und jene mit der Hühnerbrust. Ich war bei den Glücklichen - zugegeben, durch meinen Irrtum, aber froh ihn begangen zu haben.


Es ist Sonntag der 18. Juni 2017, Tag 4 unserer Tour. Abschied nehmen hieß es, einerseits vom Hotel, andererseits von Paul, der noch einen Tag angehängt hat um dann für zwei Wochen weiter nach Südtirol zu ziehen.
Vollbepackt standen wir zwischen vielen Motorrädern unserer deutschen Kameraden. Es geht los, Manfred bei der Einfahrt nach vor, rechts abgebogen (wie es der Tourplan vorsah) um nach 100 Metern festzustellen dass ihm keiner gefolgt war. Also zurück, keiner mehr da! Hm, also die Route links herum, und, siehe da, bei der Abzweigung nach Hermagor stand wer, einige fehlten. Das kommt davon wenn man uneingeschränkt dem Navi vertraut (zum Glück sind wir keine 38 Tonner "No GPS, No Trucks). Die Wortspende von Judith erspare ich den geschätzten Lesern. Roland hat sie alle gut zurück gebracht - danke dafür - also ging es mit kurzer Verzögerung doch los vorbei am Pressegger See über die Windische Höhe vorbei am Millstätter See über Radenthein nach Bad Kleinkirchheim. Hier machten wir in einer Konditorei halt, die uns von Paul empfohlen wurde. Eine ausgezeichnete Empfehlung. Die Krönung war der von Romana so kurz nach dem Frühstück verputzte Eisbecher, der ihr ein Lächeln auf die Lippen zauberte.

Nach kurzer Weiterfahrt verabschiedete sich Paul Richtung Turrach, wir hielten uns rechts um über Glödnitz, Flattnitzer Höhe und Metnitz weiter nach Scheifling und Hohentauern zu fahren. Von Trieben über die Höhe nach Admont, durch das Gesäuse nach Hieflau, über die Wildalpen nach Gußwerk und über Josefs- und Annaberg zurück in heimatliche Gefielde. Was zu bemerken wäre und uns sehr zugetan war: so wenige Fahrzeuge wie diesmal hatte ich in den Wildalpen noch nie. Drei Autos, dann war alles zusammen. Der letzte Stop in einem schattigen Gastgarten bescherte uns auch den Abschied von Stefan, Romana und Peter. "Je näher der Heimat, desto mehr zieht es mich hin!"

Die letzten Kilometer dieser doch fast 430 km langen Tagesetappe verliefen unspektakulär und alle kamen gut zu Hause an.

Als Tourguide darf ich mich für das entgegengebrachte Vertrauen, die Disziplin, die KameradInnenschaft, die tolle gemeinsame Bewältigung der kleinen Hoppalas welche die ca. 1400 km lange Tour begleiteten (darüber wird hierorts höflichst geschwiegen) und das "keiner hat gesudert" bedanken.

Die Fotos werden nach der Auswahl online zu sehen sein.

Alles Gute, gerne wieder und immer zwei Zentimeter Asphalt unter dem Gummi.
Manfred


Hallo,
bin heute alleine bei der BP gestanden. Unglaublich dieser Club. Bin bei schönem Wetter, wenig Verkehr, keine Polizei über das Pielachtal, Schwarzenbach, Morigraben, Gaiseben eine kleine Runde gefahren. Da nutzen die besten Prospekte nix, wenn nicht einmal die eigenen Clubmitglieder sich bei den Ausfahrten beteiligen, vielleicht mal zum Nachdenken.
Markus aus LF

 

 

Vorschau:

16 07 2017 - Ausfahrt. Treffpunkt 0900 Uhr BP Tankstelle

21 07 2017 - 1900 Uhr Bogenschießen auf der Schießanlage des ÖBH in VÖLTENDORF

 

29 07 2017 - Fahrsicherheitstraining in der Kaserne in ZWÖLFAXING. Treffpunkt und Abfahrt um 0730 Uhr BP Tankstelle. Bitte Autobahnvignette nicht vergessen. Anmeldung beim nächsten Klubabend. Durchführung durch Manfred PARZER.

 

ACHTUNG TERMINÄNDERUNG:

Klubabend und Stockschießen am
Freitag, 4.8.2017 nicht wie geplant am 11.8.2017

 

 

Der Vorstand wünscht folgenden Mitgliedern,
welche im Juni Geburtstag haben, alles Gute


LEICHTFRIED Anita (3.)
HACK Andrea (13.)
EDER Erwin (21.)
HEINRICH Romana (21.)
STIX Anna Maria (28.)
KREUZEDER Josef (31.)
WAGNER Sylvia (31.)

 


Kontaktadresse:
Heeressportverein ST. PÖLTEN Sektion MOTORRAD
Schießstattring 8-10, 3100 ST. PÖLTEN
Email: hotbike@aon.at

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